Heizkörper, Radiator, Konvektor – Ähm, bitte was?!

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem schicken Heizkörper sind, sind Sie bestimmt über den Begriff „Radiator“ gestoßen. In verschiedenen Bereichen der Technologie hat der Begriff eine leicht abweichende Bedeutung. Ganz grob kann man sagen, dass er ein Körper ist, der Wärmestrahlung abgibt.

Der Begriff kommt es aus dem englischen und bedeutet einfach Heizkörper. Wenn man es genau betrachtet, ist dies eine nicht ganz korrekte Bezeichnung für einen Heizkörper – da hinken die Engländer noch ganz schön hinterher, frei unter dem Motto „Wenn es nicht kaputt ist, warum reparieren…“ (sogar die Amis nennen ihre Heizkörper bereits „Heater“).

„Wenn ein Radiator Wärme abgibt, dann ist er doch eine Heizung oder nicht?“

Nicht genau. Um den Unterschied zu verstehen, müssen wir ein wenig tiefer in die Materie eintauchen…

Unabhängig von ihrem Material, Herstellung und völlig abgesehen vom Design, die große Mehrheit der Heizkörper produzieren rund 80% ihrer Wärme durch den Akt der Konvektion, die restlichen 20% werden durch Strahlung abgegeben (nicht die schlechte Sorte, keine Sorge).

Ein russischer Geschäftsmann, Franz Karlovich San Galli genannt, erfand im Jahre 1855 als Erster den Heizkörper – obwohl einige Leute bis heute immer noch seinen Anspruch streitig zu machen versuchen.

Er nannte es eine „Hot-Box“, die eine genaue – wenn auch etwas befremdliche – Beschreibung einer Heizung. Er ist – mit dieser einfachen Definition – eine Box mit Wärme, die die Luft reizt, um sie zu erwärmen.

Ein Wissenschaftler würde Sie darauf hinweisen, dass Wärme thermische Energie ist, die durch Leitung, Konvektion und Strahlung bewegt werden kann. Ihre eigener Heizkörper, der an der Wand unter dem Fenster sitzt, erwärmt die kalte Luft über ihm und mit Hilfe der Luft, die vom Fenster eindringt, tragen die Konvektionsströme die Wärme durch den Raum.

Wie erwärmt meine Heizung den Raum?

Konvektionsströme werden erzeugt, wenn die Luft über dem Heizkörper erwärmt, sich abkühlt und dann wieder erhitzt. Dieser Vorgang geschieht kontinuierlich, während Sie Ihre Heizung eingeschaltet haben. Der Strom bewegt die Wärme durch den Raum bis es schön warm und kuschelig ist.

Um noch etwas wissenschaftlicher zu erklären – die Wärme selbst, wird durch kinetische Energie geschaffen.

Wenn Ihr Heizkörper die Luft aufheizt, verursacht dies, dass Atome auf einer höheren Frequenz vibrieren. Während mehr Luft vom Boden und über die „Heizrippen“ des Heizkörpers gezogen wird, vibrieren die Atome immer schneller und schneller bis thermische Energie erzeugt wird.

Da wir Gase heizen – in diesem Fall „Luft“ – ist das Verfahren als Konvektion bekannt.

Lustigerweise würde die Bezeichnung Radiator hervorragend zur Fußbodenheizung passen, da diese nicht mit Konvektion arbeitet, sondern eben Wärme abstrahlt.

Holen Sie das Beste aus Ihrem Heizkörper

In Anbetracht, dass Ihr Heizkörper sich seine glänzende Kehrseite abrackert (haha) und wunderbare Konvektionsströme schafft, während Sie gerade googeln , sollten Sie auf jeden Fall sicher stellen, die Wärme im Inneren des Raumes zu halten um Energie, Geld und Wärme zu sparen.

Die thermische Energie ist wie Houdini – sie ist hervorragend darin zu entkommen.

Sie wird durch Ihr Dach, durch die Fenster, die Wände und jede erdenklich kleine Lücke zu verschwinden versuchen. Ihr armer Heizkörper (oder Hot-Box, wenn Sie bevorzugen) arbeitet so hart und Sie lassen all diese enorme Wärme und Energie einfach entweichen.

Die Installation von Dachgeschossisolierung, Hohlwanddämmung und gut erhaltene Fenster sind das A und O, um die Wärme innerhalb Ihrer 4 Wände zu halten.

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